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01.06.2017 | Ostdeutsche Textilbranche bleibt auf Wachstumskurs!

In der Textil- und Bekleidungsbranche der jungen BundeslĂ€nder hat sich in den ersten Monaten dieses Jahres die positive Tendenz aus dem Jahr 2016 fortgesetzt und noch verstĂ€rkt. „In den Monaten von Januar bis April 2017 konnten wir im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim Umsatz um rund sieben Prozent zulegen, im Export sogar um ĂŒber 16 Prozent. Die Zahl der BeschĂ€ftigten wuchs um nahezu drei Prozent.“ Das berichtete Bertram Höfer, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des in Chemnitz ansĂ€ssigen Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie e. V. (vti), anlĂ€sslich der 26. Ordentlichen Mitgliederversammlung des Verbandes, die heute in Waldheim/Sachsen stattfindet. Im Vorjahr erwirtschaftete die 350 mittelstĂ€ndische Firmen und 16.000 BeschĂ€ftigte zĂ€hlende ostdeutsche Branche einen Gesamtumsatz von 1,82 Mrd. EUR. Mehr als 50 Prozent davon entfielen auf Technische Textilien; rund 30 Prozent auf Heimtextilien und knapp 20 Prozent auf Bekleidung. Der Export stieg um 6,8 Prozent.

Im Bericht des vti-Vorstandes an die Mitgliederversammlung heißt es: „Die Herausforderungen fĂŒr die TĂ€tigkeit unseres Verbandes sind vielfĂ€ltiger Natur. Neben den zunehmenden Belastungen der Firmen durch steigende Erneuerbare-Energie-Umlagen und Netzentgelte sowie durch schwieriger werdende Außenhandelsbeziehungen zu LĂ€ndern wie Russland, USA, Großbritannien oder der TĂŒrkei stehen Themen an wie die VerschĂ€rfung der Gesetzgebung zu Schadstoff- und Gefahrenverordnungen sowie zum Arbeitsschutz; außerdem PrĂŒf- und Zertifizierungsprobleme im Umwelt- und QualitĂ€tssicherungsbereich sowie strengere Kriterien bei der nachhaltig ausgerichteten Textilbeschaffung der öffentlichen Hand.“

Der Verbandsvorstand verweist auf Erfolge wie das 2015 auf Initiative des vti gestartete Projekt „health.textil“. An dem vom SĂ€chsischen Staatsministerium fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) geförderten Vorhaben beteiligten sich bislang zwölf mittelstĂ€ndische Hersteller von Medizin- und Gesundheitstextilien sowie die AOK PLUS fĂŒr Sachsen und ThĂŒringen, der Healthy Saxony e. V., Dresden, und das SĂ€chsische Textilforschungsinstitut (STFI), Chemnitz. „Es ist uns gelungen, den Dialog zwischen Textilindustrie und Gesundheitswirtschaft zu fördern und Entscheidern in Kliniken, Pflegeheimen sowie in Kur- und Wellnesseinrichtungen die LeistungsfĂ€higkeit der heimischen Textilproduzenten zu verdeutlichen“, erlĂ€uterte vti-Vorstandsvorsitzender Friedmar Götz. GegenwĂ€rtig seien mit dem SMWA GesprĂ€che ĂŒber die Fortsetzung des Projekts im Gange.

Vorstand und Mitglieder des vti haben auch Herausforderungen wie die zunehmende Digitalisierung von Produktions- und Vertriebsprozessen im Blick: „Deshalb wirken zahlreiche Mitgliedsfirmen und unser Verband selbst an ‚futureTEX‘, dem grĂ¶ĂŸten textilen Forschungsverbundvorhaben in der Geschichte der Bundesrepublik, mit“, so Friedmar Götz: „Die vier Basis-Themen lauten ‚Smart Factory‘, ‚Mass Customization‘, ‚Open Innovation‘ und ‚Arbeitswelt 4.0‘. Insgesamt sind rund 180 Unternehmen, Institute und Organisationen beteiligt. Unser erklĂ€rtes Ziel ist der Aufbau des modernsten textilindustriellen Wertschöpfungsnetzwerkes Europas bis zum Jahr 2030. Diese Chance werden wir nutzen.“


Quelle:avr online, News, Views & Markets


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